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Die Tempelanlage Angkor


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Besuch der Angkor-Region


Siem Reap Karte

In Abhängigkeit von Ihrem Interesse und der Tiefe, mit der Sie in die Geschichte und Archäologie Angkors einsteigen wollen, sollten Sie Ihren Aufenthalt und die Besuchstage der Angkor-Region planen. Man kann die wichtigsten drei bis fünf Tempel in einem Tag besuchen, um Fotos zu machen. Um jedoch Zeit zu haben, die Tempel wirklich zu entdecken und die Magie der Orte auf sich wirken zu lassen, sind drei Tage notwendig, damit man zumindest einen intensiven Eindruck mit nach Hause nimmt und sagen kann, man sei wirklich dort gewesen. Wer möglichst viel von allem sehen und entdecken will, muss noch mehr Zeit einplanen. Für 35 USD kann man die Anlagen mit einem deutschsprachigen Führer entdecken, was durchaus empfehlenswert ist.


Angkor Tagesticket Die Ticketpreise sind Anfang 2017 deutlich erhöht worden. Das Ein-Tagesticket kostet 37 USD. Drei Tage innerhalb einer Woche gibt es für 62 USD und das sieben-Tage-Ticket (innerhalb eines Monats) kostet 72 USD. Diese Tickets gelten für die unmittelbare Angkor-Region. Für den Phnom Kulen, Koh Ker und Beng Mealea sind gesondere Eintrittstickets zu kaufen.


Ab 17 Uhr gilt das Ticket für den folgenden Tag, so dass man den Sonnenuntergang am Angkor Wat oder auf dem Phnom Bakeng bis 19 Uhr erleben kann. Sonnenuntergang ist im Winter gegen 18 Uhr, im Sommer vor 19 Uhr.


Angkor © huad262 | 123RF.com Angkor Thom © sikorski | 123RF.com Angkor temple © weltreisendertj | 123RF.com

Bei der Planung sollte man bedenken, dass es sehr heiss sein kann, und das Laufen und Besteigen der Tempel anstrengend ist. Wer also nicht die entsprechende Kondition mitbringt, sollte lieber vorsichtig an eine Besichtigungstour heran gehen. Die Distanzen sind groß und zu Fuß braucht es einige Zeit. Da lohnt sich die zusätzliche Investition in ein Transportmittel. Tuk Tuk-Fahrer in Siem Reap stellen ihre Fahrdienste auch ganztägig für etwa 15-20 USD zur Verfügung und fahren Besucher von Tempel zu Tempel und wieder zurück ins Hotel. Eventuell ist es sinnvoll, den Tagesbesuch nur einen halben Tag lang zu gestalten. Ab etwa 10 Uhr morgens kann es sehr warm werden.


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Den Hauptzugang von Angkor, der fünf Kilometer nördlich von Siem Reap liegt, erreicht man per Tuk Tuk, Taxi oder Mopedtaxi in einer Viertelstunde. Bereits morgens um 5 Uhr haben die Ticketschalter geöffnet. Sonnenaufgang ist in den Wintermonaten zwischen 6 und 6.30 Uhr, in den Sommermonaten gegen 5.30 Uhr. Die einzelnen Tempel können bis 18 Uhr besucht werden. Ab 19 Uhr gibt es ein gesondertes Nachtticket für 15 USD. Dafür kann man die Tempel künstlich illuminiert bewundern und in der Hochsaison Apsara-Tanzveranstaltungen besuchen.


Angkor Eintrittspreise

Angkor Wat bei Sonnenaufgang


Es ist mittlerweile zum Standard geworden, dass man den Besuch Angkors bei Sonnenaufgang vor dem Angkor Wat beginnt. Das kann bei klarem Himmel ein Erlebnis sein und hat den Vorteil, dass es morgens noch nicht heiss ist. Tuk Tuks oder Taxis holen ihre Gäste um etwa 4.45 Uhr vom Hotel ab und fahren zunächst zum abseits gelegenen Ticketschalter, wo man je nach Saison bis zu einer halben Sunden ansteht. Dann geht es weiter in der Dunkelheit bis kurz vor den großen Tempel, den man nach etwa 10 Minuten Fußmarsch erreicht. Wenn man sehr früh dran ist, kann eine Taschenlampe nicht schaden.


Bayon Tempel Das Sonnenaufgangserlebnis, das man sich mit hunderten anderen teilt, hat man eigentlich nur bei klarem oder leicht bewölktem Himmel. Bei Bewölkung oder diesigem Wetter lohnt sich der frühe Zeitpunkt ansich nicht. Schöne Fotos kann man morgens gegen das dann difuse Sonnenlicht nicht schießen. Zum Fotografieren des Angkor Wats ist der Nachmittag besser geeignet.


Tipp: nehmen Sie sich wirklich Zeit und lassen Sie die steigenden Besucherströme einfach an sich vorbei ziehen. Setzen Sie sich an einen ruhigen schattigen Ort und nehmen Sie die Wirkung der Tempelanlagen wahr. Dann werden Sie die vielen Menschen bald gar nicht mehr stören. Es gibt immer Momente, an denen keine Besucher den Blick und das erwünschte Foto stören. Zwischen den Tempeln gibt es viele kleine und sehr nette und schattige Restaurants, in denen man die heissen Stunden des Tages verbringen oder den morgentlichen Halbtag ausklingen lassen kann.


Zumindest einen Abend sollte man reservieren, um bei klarem Himmel den Sonnenuntergang vom Phnom Bakheng oder von den Höhen des Angkor Wat zu bewundern.


Angkor Thom © Elena Prokovskaya - Dreamstime.com Angkor Thom © manjik | 123RF.com Angkor Wat © Jiewwan - Dreamstime.com

Mysterium Angkor


Bis heute ist es weiterhin ein Mysterium, warum die Khmer Ihre Stadt Angkor verlassen haben und sie dem Dschungel preisgaben. Eine Stadt, die im 13. und 14. Jahrhundert wohl die Größe des heutigen New York und mehr als eine Million Einwohner hatte. Die moderne Forschung geht allerdings davon aus, dass es der Verlust der Kontrolle über die Bewässerungssysteme war, die den Untergang des Imperiums und ihrer Hauptstadt begründete. Jenes ausgeklügelte und mit immensem Aufwand erstellte Bewässerungssystems, das es erst ermöglichte, in dieser Monate lang trockenen Gegend soviele Menschen mit Nahrung und Wasser zu versorgen.


Angkor Wat © platongkoh | 123RF.com Apsaras © sikorski | 123RF.com Angkor Wat © mazzzur | 123RF.com

Gesichert scheint zu sein, dass das Khmerreich aus den Königreichen Funan und Chenta hervorging und 802 n.Chr. mit König Jayavarman II seinen ersten Gott gleichen König bekam, der sich selbst als den König aller Könige und König der Welt bezeichnete.


Khmer Karte

Die folgenden siebenhundert Jahre waren gekennzeichnet von Wachstum, Kriegen, Zeiten des Friedens und Wohlstands und Zerfall. Während seiner Blütezeit im 12. Jahrhundert reichte da Khmer-Königreich (=Kambuja) von der Grenze Chinas im Norden bis weit in die malayische Halbinsel, umfasste das gesamte heutige Thailand. Auch der Süden des heutien Laos und Vietnams zählten zum Empire. Im Osten war das Königreich Champa jedoch eine ständige Bedrohung, die 1181 mit einer militärischen Niederlage und Zerstörungen in Angkor den Höhepunkt erreichte. 1203 jedoch schlugen die Khmer zurück und besiegten Champa. Und im Westen entstand das Reich Siam und wurde zunächst unter Sukhothai und später unter Ayutthaya zur Bedrohung, die letztlich 1431 in der Eroberung Angkors mündete. Zu der Zeit war der Zerfall Angkors bereits weit fortgeschritten, und so wurde die Königsstadt kurze Zeit später aufgegeben.


Bayon temple © off | 123RF.com Ta Phrom © jahmaica | 123RF.com Angkor temple © off | 123RF.com

Schon seit 1280 waren keine neuen Tempel und königliche Stätten mehr neu errichtet worden. Zuvor noch hatte jeder neue Herrscher neue Anlagen bauen lassen und seinen Sitz so innerhalb Angkors immer wieder verlegt. Die Abfolge der wichtigsten Königsstätten sieht chronologisch wie folgt aus:

  • Preah Ko und Bakong (880-883) König Indravarman I
  • Bergtempel Bakheng, sowie das östliche Baray (um 893) König Yasovarman: großes Wasserreservoir
  • Ta Keo und Banteay Srei (960-970) König Jayavarman V: Kristalltempel, dem Gott Shiva geweiht
  • Westlicher Baray (um 1020-1030) König Suryavarman I: großes Wasserreseroir
  • Angkor Wat (1110-1150) König Suryavarman II: Haupttempel und größtes Heiligtum der Khmer
  • Ta Phrom, Banteay Kdei und Preah Khan (1180-1200) König Jayavarman VII: Ta Phrom, das königliche Kloster
  • Angkor Thom und Bayon Tempel (1181-1220) Konig Jayavarman VII: ehemalige Stadt und Tempel des Königs

Wer vertiefendes Interesse an der Geschichte Angkors hat, sollte unbedingt das National Museum Angkor in Siem Reap besuchen (ev. auch in Phnom Penh) und Ausflüge zu den historischen Anfängen auf den Phnom Kulen, nach Koh Ker und Beng Mealea einplanen.



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